Akupunktur
Die Ursprünge der Geschichte der Akupunktur sind nicht eindeutig feststellbar. Die früheste datierbare schriftliche Erwähnung einer Nadeltherapie findet sich in dem historischen werk von Sima Qian aus dem Jahre 90 v. Chr., die einmalige Anwendung einer Nadelung an einem Kopf eines Patienten wird dort dem halblegendären Wanderarzt Bian Que aus dem 6.-5. Jh. v. Chr. zugeschrieben.

Die praktischen Methoden der traditionellen chinesischen Medizin umfassen die Arzneikunde, die Akupunktur, die Moxibustion und die Massage. Die chinesische Medizin sieht das Wesen einer Erkrankung in der Störung der Lebensenergie Qi der Organe und Meridiane, in einer Disharmonie von Yin und Yang. Das primäre Ziel der Akupunkturtherapie ist das Ausgleichen von Yin und Yang also die Wiederherstellung der Harmonie im freien Fließen von Qi. Die Akupunkturtherapie im HNO-Bereich richtet sich nach einer Zuordnung von Erkrankungen zu Meridianen und Organen. Bei der Auswahl von Punkten orientiert man sich an empirischen Prinzipien und Regeln, die auf dem Wissensschatz der traditionellen chinesischen Medizin basieren und in den letzten 30 Jahren durch klinische Studien und Grundlagenforschung ausgebaut und präzisiert wurden.

Bei verschiedenen Formen von Ohrgeräuschen zeigt die Akupunktur oft erstaunlich gute Wirksamkeit. Gerade wenn frühere medikamentöse Therapieversuche keine Wirkung zeigten, ist die Akupunktur indiziert. Viele Erkrankungen der Atmungsorgane lassen sich mit Akupunktur günstig beeinflussen. Gerade bei chronischen Verläufen wie bei chron. Sinusitis, Bronchitis oder Asthma bronchiale ist die Akupunktur anderen Therapieformen in ihrer Wirksamkeit überlegen.

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